Australiens Schuldenstand
Wie jedes andere Land der Erde, so hat auch Australien einige Staatsschulden angehäuft. Die belaufen sich aktuell bei knapp über 20 Prozent und damit weit unter dem Niveau vielerer anderer Länder. Deutschland zum Beispiel erreicht mehr als 60 Prozent, in Japan sind es sogar über 130 Prozent. Damit geht es Australiens Wirtschaft relativ gut und damit auch den Einwohnern oder zugereisten Australiern. Trotzdem ist man vorsichtig geworden in Down Under, wie das Land gemeinhin genannt wird aufgrund seiner geographischen Lage.
Die Gelder bei den Banken sitzen nicht so locker, private Bürger haben Schwieigkeiten, größere Kredite zu beantragen. So fällt auch die Rate der Häuslebauer stetig, speziell in den Städten. Dort ist der Platz begehrt, das Land dementsprechend teuer und die Grundstückspreise explodieren. Wer in Melbourne, Perth oder Sidney leben möchte, der braucht einen guten Job und oft auch einen Kredit. Nur so schaffen sich Familien Lebensraum und das hart am Limit. Bezahlbare Immobilien sind rar, Neubauten finden sich kaum und die Banken verlangen viele Sicherheiten vor der Kreditvergabe. Oft hilft der Arbeitgeber weiter und setzt sich für die Mitarbeiter ein. Schließlich ist auch denen daran gelegen, dass die Angestellten und ihre Familien ordentlich versorgt werden in den teuren Städten Australiens.
Auf dem Land indes ist es deutlich günstiger, wennglich natürlich Neuanschaffungen wie Autos, Land, Möbel und ähnliches immer gebraucht werden. Vielleicht ist diese Zurückhaltung und vorsicht aber nicht nur unterbewusste Angst vor Verschuldung, die den Australien so innewohnt, sondern schlicht eine Art der Kultur. Der Australier lebt in einem riesigen Land voller unberechenbarer Natur und ist darauf angewiesen, vorsichtig zu sein. Nicht zuletzt wahrscheinlich ein Grund, warum sich die Staatsverschuldung eher gering hält und man in Down Under trotzdem besorgt ist.
